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V2 EWM A9 bemannte Rakete.
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Der erste ballistische Interkontinentalflugkörper
Am Ende des Jahres 1944 begann sich die Deutsche Regierung, mit der Möglichkeit eines Raketenangriffs gegen die USA, unter dem
Code A9 - Projekt Amerika, zu befassen.
Zuerst wurde die Möglichkeit des Abschusses der Raketen A-4 (V-2) betrachtet, die durch U-Boote der Kategorie XXI in Abschussposition geschleppt werden sollten, aber
wegen der hohen Präsenz der Luft- u. Seeverteidigung entlang der östlichen Meeresküste der USA, wurde dieser Plan zugunsten der A-9 beiseite gelegt.
Schon 1940 wurden Designberechnungen für eine zweistufige
Rakete entwickelt, die A-9/a-10 genannt wurde. Als Amerika in den Krieg eintrat, wurde dieses Projekt wieder belebt. Die Pläne für den ersten ballistischen Interkontinentalflugkörper wurden aktualisiert und
ernsthaft neu ausgewertet.
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Rein äußerlich war das Design eine erweiterte V2.
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Im Primärstadium sollte die A-10 mit einer zweiten Stufe zur Schuberhöhung versehen werden. Zwei Versionen wurden entwickelt, eine mit einem Block von 6 Maschinen der V2, die durch eine
gemeinsame Düse schoben, die andere Version erhielt ein massives Einzeltriebwerk. Nach Brennschluss des Primärantriebes, sollte die zweite Stufe zünden und den Auftrieb weiter erhöhen. Zuerst wurde geplant,
eine V2 oder erweiterte A-4b zu verwenden (mit Flügeln), bei der der Schub auf 67.200 Pfund erhöht werden konnte. Die maximale Höhe, die durch die zweite Stufe erreicht wurde, würde 378.000 Meter betragen und
Geschwindigkeit würde 11.880 Km/H betragen. Alles in Allem wurde das Gesamtgewicht auf 85 Tonnen beim Start geschätzt. Die zweite Stufe würde eine Strecke von ungefähr 5.400 Km, mit einem Gefechtskopf von einer
Tonne Gewicht fliegen. (das Gewicht der Deutschen Atombombe)
Mit dieser Strecke konnten Washington und New York von den Abschusssorten in Westeuropa in Angriff genommen werden.
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Das A9, die hier gezeigt wird, war ein Ergebnis des A4b bemannten Programms. Die Windtunnelprüfung zeigte, daß die neuen Dreieckflügel die Gegenkraft verringerten und eine erweiterte Flugstrecke
ermöglichten.
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Die bemannte A-9
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Wegen der eingeschrenkten Möglichkeiten der damaligen Führungssysteme, wurde zur Erhöhung der Treffsicherheit, erwogen die A-9 zu bemannen. Es wurde eine A-9 als gesteuerte Einwegbombe entworfen und
getestet. Bevor die A-9 das Ziel erreichte, sollte der Pilot mit einem Katapult herausgeschossen werden um, mit viel Glück, in Kriegsgefangenschaft der USA zu gehen, aber zu Überleben.
Während des Fluges
sollte der Pilot durch eine Reihe deutscher Unterseeboote über den Atlantik geführt werden. Es gibt Anzeichen dafür, dass die Prüfung des A-9 Dreieck-Flügels, ohne den Anbau der A-10 Stufe, als A-7 durchgeführt
wurde.
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Technische Daten:
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Typ: EWM A 9
Antrieb: EMW-Rakete mit 55.880 Pfund Schub Höchstgeschwindigkeit: 9.200 ft. pro Sekunde Gewicht: 16.260 Kilogramm Flügelspannweite: 11 Ft. 7 Zoll
Länge: 46 Ft 7 Zoll Gefechtskopf: 2.200 Pfund Amatol, oder 1 Tonne (Atombombe) Flugstrecke: 2.699 Meilen
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