V2 EMW A4b die bemannte Rakete


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Gegen Ende des Jahres 1944 begann sich das Deutsche Reichs Luftfahrt Ministerium mit der Möglichkeit eines Raketenangriffs gegen die die USA (Code Projekt Amerika) zu befassen. In erbeuteten Deutschen Unterlagen wurden Hinweise zu diesem Vorhaben gefunden die sich mit einem A-9 bezeichneten, bemannten Flugkörper befassten. 
 


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Das Ausgangsprodukt war die Rakete V-2, deren Produktion und Umbau wurde durch eine Gruppe um Wernher von Braun in Peenemünde durchgeführt. Das Hauptaugenmerk lag auf einer Zunahme des Schubes der Raketen wozu die Entweichgeschwindigkeit des Gasstromes erhöht werden musste. Es begannen umgehend Experimenten und Tests um den Schub der V2 von 56.000 auf 67.200 Pfund zu steigern. Zum ersten Mal wurde Visol oder eine halb und halb Mischung aus Benzol und des Treibstoffs der V2, mit Salpetersäure als Oxydationsmittel benutzt.

Statische Zündungtests zeigten, dass der Abgasdruck auf bis zu 40 Atmosphären angehoben werden konnte und eine Gasdruckgeschwindigkeit von 13 000 Kg /sec erreicht worden konnte.

Es wurde sogar vorgeschlagen, Oxygen und Flüssigwasserstoff als Kraftstoffe zu benutzen, um eine Gasdruckgeschwindigkeit von  18.000 Kg/sec zur Verfügung zu stellen. Dieses entscheidende Konzept in der Raketentechnik ist erst vor kurzem erfolgreich mit den amerikanischen Maschinen für den Atlas-Centaur und die oberen Stufen der Saturn erzielt worden.
 


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Abgesehen von den Antriebverbesserungen suchten die Ingenieure in Peenemunde auch einen Weg um die Flugstrecke ihrer Raketen in anderer Weisen zu erhöhen.
1940, lange bevor die erste V2 geflogen war, wurde vorgeschlagen, dass die Endgeschwindigkeit des Flugkörpers von fast 2626 ft/sec durch die kinetische Energie der Erdanziehung erhöht werden könnte, wenn man die Flughöhe erhöhte. Dieses wurde erzielt, indem man die Flügeloberflächen der Rakete, aerodynamischer gestaltete und den abwärts gerichteten Weg des Flugkörpers zu einer ballistischen Flugbahn getaltete.
Um diese Idee zu verwirklichen, mussten Flügel für den Überschallflug entworfen werden. Es gab zu dieser Zeit noch keine Erfahrung in diesem Bereich und eine lange Reihe von Experimenten mit dem Windtunnel waren erforderlich, bevor eine trapezoide Form der  Tragflächen gewählt wurde.

(Die ursprünglichen Windtunnelzeichnungen werden unten gezeigt)
 


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Am 27. Dezember 1944, wurde der Flugkörpern das erste mal gestartet, erreichte aber nur eine Höhe von 295 Meter. Am 24. Januar 1945 jedoch wurde der dritte Testträger erfolgreich gestartet, und durchbrach die Schallmauer. Er erreichte eine Geschwindigkeit von 1128 Km/h und eine Höhe von 46 000 Metern. Es gab keine weiteren Tests und die weitere Entwicklung wurde nicht mehr fortgesetzt.
 


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Technische Daten:


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EWM A4b

Antrieb: EMW-Rakete mit 55.880 Pfund Schub
Höchstgeschwindigkeit:  9.200 ft. pro Sekunde
Gewicht:  16.260 Kilogramm beladen
Spannweite: 11 Ft. 7 Zoll
Länge:  46 Ft 7 Zoll
Gefechtskopf 2.200 Pfund Amatol
Strecke:  500 Meilen (2.699 Meilen mit Verstärker A10)