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Ein merkwürdiger Verbündeter -
Am 29. Juli 1944 wurde eine amerikanische B-29 von der japanischen Flugabwehr über der Mandschurei getroffen. Der Pilot Howard R. Jarrell hielt einen Rückflug zu
seiner Basis in China für unmöglich und beschtoß, die verbündete Sowjetunion anzufliegen. Über Wladiwostok wurde er von der sowjetischen Jagd abgefangen. Zwei weitere B-29 landeten später in Sibirien. Da sich die
Sowjetunion damals noch nicht im Krieg mit Japan befand, wurden die Flugzeuge und ihre Besatzungen interniert. Den Besatzungen gelang im Januar 1945 die Flucht; von den Flugzeugen wurde jedoch nichts mehr gehört.
Ein perfekter Nachbau -
Am 3. August 1947 sahen die verblüfften westlichen Fachleute bei einer Flugschau in Monimo vier Flugzeuge am Himmel, von denen drei B-29 zu sein schienen. Der sowjetische Nachbau
erhielt die US-Bezeichnung Bull (Stier).
Erfolg der sowjetischen Spionage -
Zu Beginn des zweiten Weltkriegs besaßen die strategischen Bomberverbände der Sowjetunion nur die Iljuschin 11-4 und einige
mangelhafte Petljakow Pe-8. Ihr Befehlshaber General Golowanow sah in der Notlandung der B-29 eine willkommene Gelegenheit, den techologischen Rückstand der Sowjetunion aufzuholen. Mit massiver Unterstützung der
sowjetischen Geheimdienste baute Tupolew die Zelle und Schwezow die Cyclone-Triebwerke von Wright nach. Der erste Prototyp flog im Herbst 1946. Probleme mit der Zuverlässigkeit verzögerten die Truppeneinführung bis
Anfang 1948. Die 400 gebauten Tu-4 blieben bis 1968 (in der VR China) im Einsatz.
Die wichtigsten Versionen: Tu-4.
Die wichtigsten Abnehmerländer: Sowjetunion, China.
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TECHNISCHE DATEN:
Typ: Tu-4 Art: strategischer Bomber Triebwerk: vier luftgekühlte 18-Zylinder-Doppelsterntriebwerke Schwezow ASch-73 TK mit je 1 765 kW Leistungen:
Höchstgeschwindigkeit 420 km/h in Meereshöhe; Dienstgipfelhöhe 11 200 m; Einsatzradius 5 000 km Masse: Leermasse 32 270 kg; höchstzulässige Abflugmasse 61 500 kg Abmessungen:
Flügelspannweite 43,05 m; Länge 30,18 m; Flügelfläche 161,70 m2 Bewaffnung: zehn 23-mm-Maschinenkanonen; Kampfmittelzuladung 5 000 kg Besatzung: ca. 10
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