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Vom Flugboot zum Nachtbomber -
1932 nahm das Projekt eines Flugboots mit einer zweiköpfigen Besatzung Gestalt an, das 18 Passagieren Platz bieten sollte. Statt dieses geplanten
Verkehrsflugboots Potez 41M entstand jedoch der landgestützte Nachtbomber Potez 41 BN5 (Bombardier de Nuit 5 = fünfsitziger Nachtbomber). Das als Tiefdecker ausgelegte Flugzeug besaß ein einziehbares Fahrwerk.
Modellversuche -
Die ungewöhnliche Anordnung der beiden Triebwerke über den Tragflügeln beruhte auf der Forderung, die Triebwerke während des Flugs warten zu können. Da keine Erfahrungen mit dieser
Konfiguration vorlagen, wurde zunächst ein verkleinertes Modell mit der Bezeichnung Potez 41E mit zwei Triebwerken und Zugpropellern gebaut und 1933 im Flug erprobt. Der eigentliche Prototyp der Potez 41 BN5 wurde
von je zwei Triebwerken in Tandemanordnung mit Zug- und Druckpropeller angerieben; er startete am 25. Juli 1934 zu seinem Erstflug und erwies sich rasch als eine gelungene Konstruktion.
Ein folgenschwerer Unfall -
Am 1. Oktober 1934 geriet das Flugzeug jedoch in einen überzogenen Flugszustand und schmierte ab. Die dreiköpfige Besatzung mußte aussteigen, doch gelang nur zweien davon der
Ausstieg. Dabei versagte der Fallschirm des Piloten Lemoine, so daß dieser zu Tode stürzte. Der zweite Mechaniker blieb an Bord zurück, blieb aber wunderbarerweise am Leben, als das führerlose Flugzeug hart auf
dem Boden aufsetzte, und konnte sich selbst befreien. Daraufhin wurde das Projekt eingestellt.
Die wichtigsten Versionen: Potez 41 BN5.
Die wichtigsten Abnehmerländer: Entfällt.
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