Focke Wulf Triebflügel


the image above has been taken from Luft `46 and is used by permission of Dan Johnson
Art by Mario Merino


Obgleich nur ein Projekt, war das Kampfflugzeug Focke Wulf Triebflügel (Schubflügel), entworfen von Ing. Dipl. Heinz von Halem im September 1944, eine interessante Studie im Dreh-Flügelflug und stellte einige radikale und neue Eigenschaften dar.
 


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Art by Mario Merino


Das geplante Kampfflugzeug sollte ein einsitziges, vertikal startendes Flugzeug sein. Der Vertikalstart und Horizontalschub sollte durch drei Flügel erfolgen, die sich um den Rumpf, an einem Punkt von ca. ein Drittel der Rumpflänge von der Nase aus, drehten.
Keine Rotationskräfte wurden dem Rumpf durch die drehenden Flügeln übermittelt, da diese durch drei an den Spitzen angebrachten Düsentriebwerke, angetrieben wurden.
Die Drehglügel rotierten bis zur Fluggeschwindigkeit des intern eingebauten Düsentriebwerkes (300 kmh) und danach zusätzlich durch die drei 660 Pfund Walter-Raketenmotoren, die mitten in jeder Ramjethülse angebracht waren.
 


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Art by Mario Merino


Der grosse Vorteil dieses Designs war ein Flugzeug, das vertikal starten konnte und zu hohen Geschwindigkeiten fähig war, das nicht auf eine Startbahn angewiesen sondern von jeder glatten Oberfläche, auch innerhalb der Städte starten konnte.
 


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of Gary Webster

Der Triebflügel sollte vertikal auf dem Grund stehen, gestützt durch seine vier Flossen, von denen jede ein kleines Tragrad an seiner Spitze hatte. Die Hauptlandelast sollte auf einem einzelnen Antriebsrad an der Unterseite des Rumpfs ruhen und während des Fluges wurden alle Räder durch stromlinienförmige Hülsen verdeckt. Der Pilot wurde in einem Cockpit im vorderen Drittel untergebracht. Die in der Nase angebrachte Bewaffnung sollte aus zwei 30 Millimeter Kanonen und zwei 20 Millimeter Magnesiumkanonen bestehen.
 


Nach dem Start wurden die Flügel in einem +3 -Grad-Winkel gekippt. Im waagerecht ausgerichteten Flug wurden die Blätter stufenweise bis zum Erreichen von 90 Grad verstellt und so der Schub der drei  Düsentriebwerke für den waagerechten Flug benutzt.
Der Übergang von vertikalem zum horizontalen Flug und umgekehrt war für den Piloten mit grossen Schwierigkeiten verbunden und auch bei der Landung musste der Pilot in der Nase vornübergeneigt, duch den Rotor- und Abgaskreis die Fluglage kontrollieren können.
 


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Nach dem Krieg wurde die Idee dieser Art des VTO-Kampfflugzeuges, vornehmlich in den Vereinigten Staaten wieder aufgenommen. Die Convair Xfy-1 und Lockheed Xfv-1 sind das Ergebnis dieser Deutschen  Entwicklung.
 

Technische Daten:  Focke Wulf Triebflügel


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Kraftwerk:  drei Ramjetmaschinen Lorin von je 1.850 Pfund.
Höchstgeschwindigkeit:  621 MPH
Gewicht:  5.175 Pfund geladen
Spannweite bei drehenden Flügeln ft 8 3/4"
Länge:  30 ft
Bewaffnung 2-mk 103 30-Millimeter-Kanonen u. 2-mg 151 20-Millimeter-Kanonen


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 Focke Wulf Triebflügel

Schnittzeichnung von Ing. Dipl. Heinz von Halem
 im September 1944.
 


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Schnittzeichnung der Ramjetmaschine Lorin.