LIPPISCH Li P13 und Segelflugzeug Li DM 1

Ein ungewöhnliches Jagdflugzeug entwarf Dr. Lippisch mit dem Typ "DM-1". Dieses kleine Flugzeug erreichte in der Versuchsphase mit Rückstoßantrieb schon eine Geschwindigkeit von 1360 Km/Std. Später sollte aber eine Mini - Version des SM - Levitators (Vril - Triebwerk) eingebaut werden, wozu das "SM - Lev. - A", welches das kleine RFZ-2 antrieb, zum Vorbild hätte dienen sollen.

Diese Bemühung war die logische Schlußfolgerung aus der bis dahin gewonnenen Erkenntnis, daß die scheiben- und diskusförmigen Fluggeräte nicht in der Lage waren, typische Jagdflieger - Kurvenmanöver auszuführen, die in Luftkämpfen mit gegnerischen Jägern häufig waren. Überlegene Geschwindigkeit genügte für diesen Zweck nicht, und vor allem dürfte es ein grundlegendes Problem dargestellt haben, eine Flugzeugtechnik wie die der Alliierten, die gegenüber einem Vril - Flugzeug geradezu steinzeitlich wirken mußte, mit den Mitteln einer völlig anderen geistig - technischen Ebene zu bekämpfen. Das DM-1-Konzept war daher ein Resultat der Überlegung, einen Mittelweg finden zu müssen.
Die in den Jahren 1943/44 stärker werdende Kraftstoffknappheit forderte neue Entwürfe und Antriebe. Prof. Dr. Alexander Lippisch kam auf den Gedanken Kohlenstaub oder ähnliche Kohlepräperate als Treibstoff zu verwenden. So entstand der 2. Entwurf der P.13 vom Juli 1944, ein reines Delta-Flugzeug. Zu Versuchszwecken wurde ein Versuchsgleiter mit Hilfe der Darmstädter und Münchner Studenten der Luftfahrttechnik gebaut. Dieser Prototyp erhielt die Bezeichnung DM 1.

Die DM 1 wurde in fast fertigem Zustand von amerikanischen Truppen erbeutet und fertiggestellt! Heute lagert die DM 1 in der Außenstelle des NASM in Silver Hill.
 


Das erste Design der Konstrukteure war das Dm-1, das in einem unvollständigen Zustand am Ende des Krieges von den Amerikanern gefunden wurde. Die ersten Arbeiten an dem Experimentalflugzeug Dm-1 wurden im November 1944 begonnen. Ein reines Dreieck mit 60° gepfeilten Flächen, sollte zunächst als Segelflugzeug verwendet werden, um die Flugeigenschaften zu erforschen. Der Pilot wurde in einem Cockpit an der Unterseite der Flosse untergebracht.

Zu Anfang wurde das Dm-1 auf dem Rücken einer Siebel 204 auf eine Höhe von 7.900 m getragen, aus der das Flugzeug mit einer Geschwindigkeit von 560 km/h herunterglitt. In einem späteren Stadium sollte die Dm-1 mit einer Geschwindigkeit von 800 km/h durch den Antrieb eines Raketenmotors geflogen werden. Am Ende der Geschwindigkeitsstrecke, waren- die aerodynamischen Eigenschaften dieses kleinen Einzelsitzflugzeuges so, daß eine Landeggeschwindigkeit von nur 70 km/h erwartet wurde. Die Amerikaner erbeuteten den Prototyp und führten die Tests in den USA weiter. Die resultierenden Daten wurden in das Design von vielen US-Dreieck-Flügelflugzeugen übernommen, die in den folgenden Jahren, wie der F-102 und der F-104 erschienen.
 


Die Daten, die von diesen Tests und von den Beratungen mit Lippisch gewonnen wurden, halfen der Flugzeugfirma Convair eine reines  Dreieck-Flügelflugzeug, die Xf-9a zu entwerfen und als erste Nation der Welt, im September 1948, zu fliegen. Als erstes vollständig gebautes Delta-Flugzeug in den USA sollte die Dm-1 Anfang 1950 im National Air and Space Museum der Smithsonian Institution in Washington, D.C. ausgestellt werden. Allerdings verblieb sie in der 'Garber Preservation, Restoration, and Storage Facility', wo sie angeblich noch heute steht.
 

TECHNISCHE DATEN:


Typen: DM-1 DM-2 DM-3 DM-4
Spannweite m 6,00 bis 8,25
Länge m 6,32 bis 8,94
Höhe m 3,25 bis 4,12
Besatzung 1 Pilot sitzend oder 1 Pilot liegend
Verwendungszweck Versuchsflugzeug Überschall-Versuchsflugzeug, DM-2 mit Druckkabine Triebwerkserprobung:
Steiggeschw. km/h - 500 
Höchstgeschw. km/h bis 1.200
Landegeschw. km/h 72 bis 85
Gleitzahl 7
Triebwerk - Walther C-Raketen-Triebwerk
Leergewicht kg 375 - 2.500 ohne Triebwerk
Fluggewicht kg 460 - 11.500
Baustoffe Holz, Stahlrohr, Metall
Produktionsdatum: Ende 1945
 
Bewaffnung: keine