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Schwere Bombenflugzeuge Latecoere 6
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Das für seine Zeit ungewöhnlich große Latecoere-Muster hatte als Antrieb vier kräftige Jupiter-Motoren, die es dem Versuchspiloten A. Enderlin erlaubten, schon nach einer Rollstrecke von 80 m abzuheben.
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Eine bemerkenswerte Konstruktion -
Im Jahr 1925 nahm die französische Firma Latecoere unter der Typenbezeichnung Late 6 die Entwicklung eines Bombers auf, der das größte Metallflugzeug seiner
Zeit war. Der Anderthalbdecker wies für diese Bauweise ganz ungewöhnliche Abmessungen und Massen auf: die Flügelspannweite betrug 27 m und die Leermasse überschritt 5 000 kg. Das Leitwerk des Flugzeugs setzte sich
aus einer horizontalen und drei vertikalen Flächen zusammen. Der Antrieb bestand aus vier paarweise in Tandem auf dem unteren Tragwerk montierten Jupiter mit je 298 kW. Direkt darunter war das starre Fahrwerk
angelenkt.
Ein erstaunlicher Riese -
Trotz ihrer stattlichen Abmessungen und Massen bewies die Latecoere 6 bei den im Oktober 1925 begonnenen Flugversuchen erstaunliche Leistungen. Aufsehenerregend war
insbesondere der Start nach einer Rollstrecke von nur 80 m. Das für Bombeneinsätze ausgelegte Flugzeug besaß eine Defensivbewaffnung, die alle wichtigen Sektoren abdeckte. Ein Maschinengewehrstand war im Bug
angeordnet, zwei weitere befanden sich hinter dem Pilotencockpit auf und unter dem Rumpf. Die Latecoere 6 öffnete den Weg für eine ganze Reihe neuer Aufklärungs und Bombenflugzeuge, die in den 30er Jahren dem
taktischen Konzept des französischen Führungsstabes voll und ganz entsprachen.
Die wichtigsten Versionen: Latecoere 6.
Die wichtigsten Abnehmerländer: Frankreich.
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TECHNISCHE DATEN:
Typ: Latecoere 6 Art: schweres Bombenflugzeug Triebwerk: vier luftgekühlte Neunzylinder-Sterntriebwerke Bristol Jupiter mit 298 kW Leistungen:
Höchstgeschwindigkeit 215 km/h; Dienstgipfelhöhe 6 000 m Masse: höchstzulässige Abflugmasse 7 050 kg Abmessungen: Flügelspannweite 27,70 m; Länge 15,74 m; Flügelfläche 124 m2 Bewaffnung:
sechs Zwillingsmaschinengewehre, verteilt auf drei Stände im Bug sowie auf und unter dem Rumpf; Gesamtnutzlast 2 060 kg
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