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Junkers Ju 87D-1 Sturzkampfbomber.
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' Stuka ' oder ' Sturzkampfflugzeug ' war die allgemeine deutsche Terminologie für Sturzbomber, der Ju 87 mit ihren umgekehrten Winkelflügeln, und feststehendem Fahrgestell. Dieses Flugzeug war
gefürchtet und berühmt. Die Ju 87 war häßlich, stark, genau, aber sehr verletzbar durch feindliche Kampfflugzeuge. Der Erfolg ihrer Einsätze verlangte Luftüberlegenheit. Aber seine Effektivität bei der
Zerstörung von gegnerischen Einheiten, Schiffen oder Panzern, waren unzweifelhaft. An der Ostfront wurden die letzten Ju 87 Versionen als Antitank Flugzeug mit untermontierten 37mm-Kanonen eingesetzt. Es wurden
über 5700 Ju 87 produziert.
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Der deutsche Sturzkampfbomber war erfolgreich wie kein anderes Kampfflugzeug der Geschichte, solange er bei seinen Einsätzen auf keinen Widerstand stieß. So viel Schrecken diese Maschine auch über
Europa brachte, so schnell war ihr Ruhm dahin, als sie den ersten englischen Jagdfliegerkommandos begegnete.
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Kaum ein anderes Flugzeug hat jemals kampferprobte Infanterie so in Schrecken versetzt wie die Junkers Ju-87, kurz Stuka (von Sturzkampfbomber) genannt. Sie hält den Weltrekord an
Schiffsversenkungen und liegt bis heute - nach der sowjetischen Iljuschin 11-2 - mit ihrer Zahl vernichteter Panzer an zweiter Stelle. Ihre wichtigste Kampfmethode bestand im genauen Absetzen schwerer Bombenlasten
in Punktziele, wobei ihr nur feindliche Jäger einen Strich durch die Rechnung machen konnten. So erwarb sie im ersten Jahr des Zweiten Weltkrieges einen legendären Ruhm, den sie erst in der Luftschlacht über
England plötzlich und unwiederbringlich verlor. Für den Rest des Krieges operierte sie nur noch Nachts in Bodennähe und wurde nur von einer Staffel an der Ostfront bei Tage geflogen. Der Kommandeur dieser Staffel
flog selbst davon mehr als zweitausendfünfhundert Kampfeinsätze.
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In ausgedehnten Versuchen wurde nachgewiesen, daß ein Sturzflug im Winkel von 90 Grad am exaktesten auszuführen war. Dazu waren ein robustes Flugzeug, ein beherzter Pilot und eine Winkelprüfung
erforderlich, da der Pilot schon 60 Grad fast als senkrecht empfindet.
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Später waren Hitlers führende Luftwaffenkommandeure davon überzeugt, daß der Sturzkampfbomber die zentrale Waffe im Bereich bodenunterstützenden Einheiten werden mußte. So wurde schon 1933 zur
ersten Bedarfsdeckung ein Doppeldecker, die Henschel HS 123 gebaut, während die Junkers-Werke noch an der endgültigen Version der Stuka arbeiteten.
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Der leitende Entwicklungsingenieur Hermann Pohlmann orientierte sich an der K-47 und entwarf einen Tiefeindecker mit nur einem Triebwerk, starrem Fahrwerk sowie doppeltem Seiten- und Höhenruder.
Unterschiedlich war die selbsttragende Beplankung aus Ganzmetall ohne die bei Junkers bis dahin übliche Wellblechverkleidung. Die Tragflächengestaltung folgte einer umgekehrten Möwenflügelform und die gesamte
Flügelhinterkante war wie bei der K-47 mit Trimmklappen und Querrudern bestückt, die die Tiefe der Tragflächen verdoppelten. Pilot und Funker saßen Rücken an Rücken unter einer großen, verglasten
Cockpitkuppel. Im Frühjahr 1935 flog der Prototyp mit einem Kestrel Triebwerk von Rolls-Royce mit einer Leistung von 640 PS/477 kW. Die Tragflächen erhielten Sturzflugbremsen an den Außenseiten, doch bei einem
der nächsten Testflüge brach das Heck ab, und die Maschine zerschellte am Boden.
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Neben einer Fülle weiterer Änderungen wurde in das Serienmodell das deutsche Triebwerk Junkers Jumo 210Ca mit 640PS/477 kW und einem dreiblättrigen Propeller eingebaut, dessen Steigungswinkel
verstellbar war. Das Heckleitwerk hatte nur noch eine Flosse und ein Paar Höhenruder. Anfang 1937 begann die Großserienproduktion.
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Von den Serien A-0, A-1 und A-2 wurden insgesamt 200 Maschinen gebaut, deren Fahrgestelle stromlinienförmig verkleidet waren. Die A-2 hatte das Triebwerk Jumo 210Da mit 680 PS/507 kW und einem
verbesserten VDM-Propeller. Vier Jagdstaffeln wurden mit diesen Flugzeugen ausgerüstet, und das Stukageschwader 163 schickte drei davon zur Legion Condor in den spanischen Bürgerkrieg. Alle A-Modelle wurden 1939
zu Ausbildungseinheiten verlegt, während die immer weiter ausgebauten Stukageschwader mit der leistungsfähigeren Ju-87B bestückt wurden. Die Ju-87B unterschied sich von ihren Vorgängern durch besser gestaltete
'Maukepantoffeln', wie die Radverkleidung im Jargon genannt wurde, vor allem aber auch durch das neue Triebwerk Jumo 211A mit 1.200 PS/895 kW, das mit konstanter Drehzahl einen breitblättrigen, im Steigungswinkel
verstellbaren Propeller trieb. Der Untertyp B-1 der Serienproduktion erhielt dann das Triebwerk Jumo 211Da mit direkter Kraftstoffeinspritzung, wodurch die gefürchtete Vergaservereisung und das Triebwerkstottern
bei Rollmanövern ausgeschaltet wurden. Wichtig war außerdem eine automatische Sturzflugkontrolle, bei der die Maschine im vorprogrammierten Abstand zum Boden in den Horizontalflug überging. Dazu hatte der Pilot
zuerst zehn lebenswichtige Handgriffe auszuführen, um den Sturzflug zu programmieren. Danach mußte er eine der in verschiedenen Winkelgraden auf die Cockpitkuppel gemalten roten Linien in eine Linie mit dem
Horizont bringen und darauf sein Ziel manuell wie bei einem Jagdflugzeug anpeilen, wozu er nur die Querruder benutzte. Der Sturzflugwinkel betrug sehr oft exakt 90 Grad und begann mit einem Rollmanöver über eine
der Tragflächen direkt senkrecht über dem anvisierten Ziel. Seltsamerweise hatte man in der Junkers nicht wie bei vielen anderen Maschinen das Gefühl, mit 90 Grad die Senkrechte schon überschritten zu haben.
Überhaupt zeigte die Ju-87 im Sturzflug ein wesentlich besseres Verhalten als im normalen Horizontalflug, bei dem sie - besonders noch durch die weit nach unten gezogene gläserne Cockpitkuppel - so verwundbar war.
Sobald im Höhenmesser die Signallampe aufleuchtete, drückte der Pilot einen Knopf auf der Steuersäule und leitete damit - normalerweise in einer Höhe von 450 m - den Abbruch des Sturzfluges ein. Im Falle eines
Versagens dieser Automatik mußte der Pilot alle Kräfte zusammennehmen, um die Maschine in die Gerade zu ziehen und dabei sehr vorsichtig die Trimmklappen der Höhenruder einsetzen, damit er das Manöver
durchführen konnte.
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Die Bewaffnung der Serie Ju-87B bestand in der Regel aus einer 500 kg schweren SC-500-Bombe, die an Gabelkrücken vom Rumpf abgeschwenkt und in sicherem Abstand vom Propeller ausgeklinkt wurde. Die
Geschwindigkeit der Maschinen dieser Serie betrug ca. 550 km/h, und viele hatten an den Fahrwerken von der Strömungsluft gespeiste Sirenen, die beim Feind zusätzlichen Schrecken auslösen sollten und 'Posaunen von
Jericho' genannt wurden. Bei Kurzstreckeneinsätzen konnten unter den Tragflächen auch vier SC-50-Bomt mit je 50 kg Gewicht transportiert werden. Der Pilot konnte zwei außerhalb des ersten Flügelknicks montierte
Maschinengewehre (MG17 mit Kaliber 7,92 mm) abfeuern, während der Funker ein schwenkbares MG 15 desselben Kalibers zur Verteidigung nach oben und hinten bediente. Die Produktion wurde von Dessau in die
Weser-Flugzeugwerke im großen Oval-Gebäude des Berliner Flughafen Tempelhof verlegt. Mitte 1939 wurden dort durchschnittlich 60 Stukas im Monat gebaut. Drei Maschinen der Serie B-1 flogen den ersten Kampfeinsatz
des Zweiten Weltkrieges am 1. September 1939: Sie starteten um 4.26 Uhr in Elbing und zerstörten um 4.34 die Zugänge zur Dirschauer Brücke über die Wisla, elf Minuten vor Hitlers offizieller Kriegserklärung an
Polen. Während dieses Blitzkrieges gegen Polen zerstörten Stukas vom Typ Ju-87-B1 alle polnischen Kriegsschiffe bis auf zwei, belegten polnische Infanterie, die sich nur 100m entfernt von den heranrückenden
deutschen Linien befanden, wiederum mit schwerem Feuer, und bei einem besonders harten Einsatz in der Nähe des Bahnhofs Piotrkow wurde eine polnische Infantedivision fast vollständig aufgerieben.
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Am Fahrwerk der Stukas befanden sich Sirenen die im Sturzflug einen extremen Heulton erzeugten. Man nannte sie auch "die Posaunen von Jericho". Hier eine Ju-87 beim Abwurf der Bombenlast im
Sturzflug ( SC-50 Bomben). Hierbei entstanden Kräfte bis zu 6-G die der Pilot aber dank der Sturzflug-Einleitung/Abbruch-Automatik in der Regel heil überstehen konnte. Der Bomberpilot konnte sich also vollkommen
auf sein Ziel konzentrieren.
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TECHNISCHE DATEN:
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Typ:
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Junkers Ju 87 "Stuka"
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Land:
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Deutschland
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Einsatzzweck:
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Sturzkampfbomber
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Besatzung:
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2 Mann
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Triebwerk:
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Ein hängender 12-Zylinder-V-Motor Junkers Jumo 211J-1 mit 1.420 PS
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Abmessungen:
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Länge: 11,52 m / Höhe: 3,84 m / Spannweite: 13,82 m
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Leistung :
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408 km/h in 4.120 m Höhe
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Gipfelhöhe:
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7.320 m
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Reichweite :
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1.000 km
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Bewaffnung :
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2 x 7,9 mm Maschinengewehre 81 2 x 7,9 mm Maschinengewehre 17 max 1.800 kg Bomben
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