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Ein futuristisches Projekt der letzten Stunde -
Der verzweifelte Rüstungswettlauf in den letzten Jahren des zweiten Weltkriegs führte im Deutschland von 1944 zu mehreren
Experimentalflugzeugen, von denen einige ihrer Zeit weit voraus waren. Dies gilt auch für den schweren Bomber Junkers 287, der aufgrund seines Strahlantriebs allen alliierten Jagdflugzeugen überlegen sein sollte.
Der Prototyp setzte sich aus Bauteilen der verschiedensten Flugzeugtypen zusammen: Der Rumpf stammte von dem schweren Bomber Heinkel He 177, das Leitwerk von der Junkers Ju 338, das Hauptfahrwerk von der Ju 352 und
das Bugfahrwerk von einem erbeuteten US-Bomber B-24. Einzig das Tragwerk hatte Junkers neu entworfen und charakterisierte das Flugzeug, weil es negativ, das heißt nach vorn gepfeilt war.
Mit Strahlantrieb in die Sowjetunion -
Angetrieben von vier Junkers-Strahltriebwerken Jumo 004B-1 plus zwei Raketentriebwerken absolvierte der Prototyp seinen Erstflug. Er diente insbesondere aerodynamischen
Untersuchungen. Dann wurde ein zweiter Prototyp gebaut, für dessen Antrieb sechs auf zwei Gondeln unter dem Tragwerk verteilte Strahltriebwerke sorgten. Der dritte Prototyp schließlich konnte nicht mehr vor dem
Einmarsch der Sowjetunion fertiggestellt werden. Aber die beiden anderen Fluggeräte wurden samt ihren Konstrukteuren nach Rußland verfrachtet und setzten dort ihr Versuchsprogramm fort.
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Typ: Ju 287 Art: schwerer Experimentierbomber Triebwerk: vier Strahltriebwerke Junkers Jumo 004B-1 mit 8,83 kN Leistungen: Höchstgeschwindigkeit 559 km/h in 6 000 m Höhe;
Dienstgipfelhöhe 10 800 m; Reichweite 1 500 km Masse: 17,820 kg Abmessungen: Flügelspannweite 20,11 m; Länge 18,30 m; Flügelfläche 58,30 m2 Bewaffnung: 2x 20mm Kanonen
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