|
Ein Neuling im Bomberbau -
Die deutsche Firma Friedrichshafen hatte sich zunächst im Bau von Schwimmerflugzeugen für die kaiserliche Marine hervorgetan, stieg aber zu Beginn des ersten
Weltkriegs auch in die Entwicklung von Bombenflugzeugen ein. Nach der G-I von 1914 und der G-II von 1916 folgte schließlich die größere und mit leistungsstärkeren Triebwerken bestückte G-III, die eine beträchtliche
Bombenlast mitführen konnte.
Ein hervorragendes Ergebnis -
Die eindrucksvolle zweimotorige Friedrichshafen G-III bildete zusammen mit der Gotha G-V das Rückgrat der taktischen Bomberflotte an der
Westfront und blieb bis zum Kriegsende im Einsatz. Anfang 1918 wurde die nochmals verstärkte und mit einem doppelten Höhenleitwerk versehene G-IIIa eingeführt. Insgesamt sind einschließlich der Lizenzfertigungen
durch Hansa und Daimler wahrscheinlich 338 Exemplare der G-III und G-IIIa gebaut worden.
Die G-III im Kriegseinsatz -
Ab Februar 1917 flog die G-III nächtliche Bombenangriffe gegen Ziele in Frankreich
und Belgien. Im Sommer 1917 griffen G-III des Kampfgeschwaders I der Obersten Heeresleitung des nachts britische Befestigungsanlagen in Dünkirchen an und beschädigten die Hafenanlagen schwer. Auch Paris wurde in den
folgenden Monaten öfters angegriffen.
Die wichtigsten Versionen: G-III, G-IIIa, G-IV (mit verkürztem Rumpf).
Die wichtigsten Abnehmerländer: Deutschland.
|
|
TECHNISCHE DATEN:
Typ: G-III Art: schwerer Bomber Triebwerk: zwei flüssigkeitsgekühlte Sechszylinder- Reihentriebwerke Mercedes DVIa mitje 191 kW Leistungen:
Höchstgeschwindigkeit 141 km/h in 1 000 m Höhe; Dienstgipfelhöhe 4 510 m; Flugdauer 5 h Masse: Leermasse 2 596 kg; höchstzulässige Abflugmasse 3 940 kg Abmessungen:
Flügelspannweite 23,70 m; Länge 12,85 m; Höhe 3,66 m; Flügelfläche 95 m2 Bewaffnung: zwei bis vier 7,92-mm-Maschinengewehre Parabellum; 1 500 kg Bomben Besatzung: 3
|