Schwere Bombenflugzeuge Dornier Do F, Do 11, Do 13 und Do 23

Mit dieser Dornier-Baureihe, die zunächst heimlich in der Schweiz begonnen wurde, erhielt die neuerstandene deutsche Luftwaffe in den 30er Jahren die Möglichkeit, ebenso heimlich ihre künftigen Besatzungen auszubilden.


Heimliche Entwicklung -

Bei der schweizerischen Tochterfirma von Dornier in Altenrhein wurde Anfang der 30er Jahre entgegen den Bestimmungen des Versailler Vertrags ein von Anfang an als schwerer Bomber mit Einziehfahrwerk ausgelegtes Flugzeug entworfen, das im Mai 1932 unter der Bezeichnung Do F zum erstenmal flog. Ein Jahr später folgte die Version Do 11, die offiziell als Transportflugzeug vorgestellt wurde, in Wirklichkeit aber nach wie vor ein Bomber war. Zunächst als Frachter für die Deutsche Reichsbahn deklariert, entstand die Do 11C dann ganz offen als Militärflugzeug für eine Bombenlast von 1 000 kg. Die Do 11D stieg zum Standardmuster der neuformierten deutschen Luftwaffe auf, wies jedoch strukturelle Schwächen und eine mangelnde Stabilität auf, worauf die Produktion angehalten werden mußte.

Bomber im Serienbau -

Im Jahr 1934 brachte Dornier dann die mit einem festen Fahrwerk und zwei BMW-Motoren Typ VI von je 559 kW ausgerüstete Do 13 heraus, die unter der Bezeichnung Do 13C bestellt und als Do 13F ab März 1935 in Serie gebaut wurde. Darauf folgte die mit zwei glykolgekühlten BMW VIU ausgestattete Do 23G, von der schließlich zwischen 1933 und 1936 insgesamt 272 Exemplare produziert wurden. Die meisten davon gingen an Pilotenschulen oder wurden für sekundäre Aufgaben eingesetzt.

Die wichtigsten Versionen:
Do F (erster Entwurf);
Do l l/l IC (Grundausführung);
Do HD (Serienversion, Produktion abgebrochen);
Do 13C/F (neue Serienausführung);
Do 23G (neue Triebwerke).

Die wichtigsten Abnehmerländer: Deutschland.
 


TECHNISCHE DATEN:

Typ: Do 23G
Art: schwerer Bomber
Triebwerk:
zwei glykolgekühlte Kolbentriebwerke BMW VIU V-12 mit je 559 kW
Leistungen:
Höchstgeschwindigkeit 262 km/h;
Reichweite 1 200 km
Masse: höchstzulässige Abflugmasse 9 200 kg
Abmessungen:
Flügelspannweite 22,60 m;
Länge 18,80m
Bewaffnung: drei 7,92-mm-Maschinengewehre MG 15 und 1 000 kg Bomben
Besatzung: 4